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Was ist ein sicheres Passwort?

Auf vielen Internet-Portalen kann eine Anmeldung erfolgen. Für unser eMail-Postfach, den Bankzugang und auch für die Sozialen Medien sind sie unumgänglich. Die Anmeldung und das sichere Passwort. Doch was bedeutet sicher und wie sicher ist sicher am Ende?

Einige Betreiber fordern von ihren Usern die Nerven heraus. Dort werden hohe Anforderungen an die Passwortvergabe gestellt. Ein Sonderzeichen, ein Großbuchtstabe, ein Kleinbuchstabe und mindestens eine Zahl, wobei die Länge ebenfalls mindestens 8 Zeichen/Buchstaben lang sein muss. Auf den ersten Blick klingt das sicher. Doch ist das wirklich so?

Lange Passwörter sind meistens unsicher

Zunächst ist ein solches Passwort natürlich relativ sicher, selbst mit einer automatisierten Software für die Passwortermittlung würde es sehr lange dauern, um ein solches Passwort zu knacken. Das Problem ist aber der Nutzer und genau das verstehen die meisten Portale nicht. Wer sich heute im Internet bewegt, hat Minimum 20 Anmeldungen im Laufe der letzten Zeit durchgeführt. In 5 Jahren kommt ein User im Schnitt auf über 100 Anmeldungen. Teilweise sogar deutlich mehr. Entsprechend groß ist die Anzahl von Passwörtern.

Natürlich ist es unmöglich für den User, sich alle Codes zu merken, besonders dann, wenn die Seiten nur gelegentlich angesurft werden und genau hier kommt es zum Problem. Umso länger bei der Anmeldung ein Passwort ausfallen muss, desto unsicherer ist es am Ende. Der Grund ist einfach. Der User kann sich das Passwort natürlich nicht merken, er wird es also entweder handschriftlich irgendwo ablegen oder, so machen es die meisten, irgendwo in einer normal zugänglichen Datei speichern.

Zweites Problem

Der User ist sichtlich genervt von den hohen Passwortanforderungen. Häufig so, dass er einfach nur noch ein Passwort für alle Zugänge verwendet. Am häufigsten werden die Freemail-Anbieter gehackt. Genaue Zahlen veröffentlichen die Anbieter aus gutem Grund nicht. Ist das Konto erst einmal gehackt, ist alles weitere nur noch Sekundensache.

Ähnliches ist auch bei unseren Kreditkarten zu beobachten. Früher hatten Verbraucher 1 – 2 Karten im Schnitt, heute kommen sie auf  4 – 5 Kreditkarten. Dazu kommen noch die Bankkarten und die Zugänge zum Bankkonto, die ja ebenfalls mit der neuen EU-Verordnung verschärft wurden. Das führt dazu, dass nun erst recht alle Daten in Zetteln irgendwo herumliegen oder dabei getragen werden.

Gibt es Lösungen

Einige Anbieter versuchen es mit dem Fingerabdruck als Zugang. Davor kann aber nur abgeraten werden. Der Fingerabdruck ist fast einmalig. Wird dieser in einer Datei gespeichert, ist es für Hacker heute kein so großes Problem mehr, Zugang zu erlangen. Wer den elektronischen Fingerabdruck erst einmal hat, verfügt über unbegrenzte Möglichkeiten. Es gibt mittlerweile einen boomenden Schwarzmarkt für Fingerabdrücke. Da sich diese nicht ändern können, bezahlen Kriminelle hohe Preise für solche Daten.

Die besten Lösungen

Es gibt unterschiedliche Ansatzwege. Stellen Sie sicher, dass Ihr Passwort sicher ist, lautet in der Regel der Hinweis. Es gibt Datenbanken, die über eine gute Verschlüsselung eine Art Safe für alle anderen Passwörter darstellen. Häufig der einzige Weg, der eine gewisse Sicherheit gibt. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte diese Datenbank auf einem getrennten PC aufbewahren, der keinen Internetzugang hat. Alle Passwörter sollten regelmäßig erneuert werden.

Ganz wichtig im Urlaub: Nutzen Sie niemals einen PC im Internet-Café, denn dort werden die Eingaben meistens aufgezeichnet. Alternativ können die Passwörter auch handschriftlich aufbewahrt werden, sollten dann aber in einem Safe liegen.