Internet-Generalschlüssel von deutschen Unternehmen geplant

» nützliche Hinweise zu Kartenlesern

Deutsche Unternehmen planen Online-Generalschlüssel für das Internet

Laut verschiedenen Medien plant ein Verbund aus deutschen Unternehmen bzw. Konzernen einen Art Online-Generalschlüssel bzw. Master Key für Internetnutzer . Dieser soll es Usern zukünftig ermöglichen, verschiedene Angebote zu nutzen. Zu den Unternehmen zählen z. B. die Postbank, Axel Springer, Daimler, die Deutsche Bank und der Online-Kartenanbieter Here.

Internet-Generallschlüssel deutscher Unternehmen in Planung

Internet-Generalschlüssel deutscher Unternehmen in Planung

Dienst für Identitätsnachweis und Authentifizierung

Das geplante Angebot dieses Unternehmensverbundes soll es Nutzern ermöglichen, einen rechtsverbindlichen Identitätsnachweis durchzuführen bzw. sich gegenüber Anwendungen sicher zu authentifizieren.

2018 geplanter Livegang des deutschen Online Master Key

Die aktuelle Planung sieht vor, dass erste Dienste mit dem Generalschlüssel von deutschen Konzernen bis 2018 nutzbar sind.

Generalschlüssel als Konkurrenz zu Diensten von Google, Facebook, Amazon und Apple Angeboten

Der geplante Online-Generalschlüssel-Dienst soll hierbei nicht als Gegenveranstaltung zum digitalen Personalausweis mit seiner eID-Funktion (Online-Ausweisfunktion) bzw. Unterschriftsfunktion verstanden werden. Vielmehr soll dieser als Alternative zu den Diensten der großen amerikanischen Techgiganten verstanden werden.

Aktueller Stand des Master Keys aus Deutschland

Zu dem aktuellen Stand der Umsetzung kann allerdings noch nicht viel gesagt werden. So sind viele Fragen noch offen, wie zum Beispiel:

  • Welches Unternehmen genau das Angebot bereitstellen wird und damit im Zweifelsfall haften würde?
  • Welche Rolle die unterschiedlichen Unternehmen spielen bzw. welche Aufgaben sie in dem Projekt übernehmen werden?
  • Welche Arten der Identitätsfeststellung und Authentifizierung dem Nutzer bereitgestellt werden?
  • Wie die technische Realisierung aussehen kann?
  • In welchem Land der Dienst betrieben werden soll?
  • Nach welchen Datenschutzgesetzen sich der Dienst richten wird?
  • Inwieweit der Dienst anderen Unternehmen als Dienstleistung angeboten werden soll?
  • Wie eine relevante Marktdurchdringung geschaffen werden kann?
  • Welche Features der Dienst für Nutzer umfassen soll?
  • In wieweit der Dienst von Nicht-EU-Bürgern genutzt werden soll?

Final bleibt festzustellen, dass dieses Vorhaben ein Plan ist, zu dem aktuell nur wenig belastbare Informationen vorliegen. Es wird sich zeigen, ob und in welcher Art solch ein Angebot aus Deutschland von Nutzern aus Deutschland angenommen wird – von Nutzern aus anderen europäischen Ländern ganz zu schweigen. Allerdings ist es sehr beruhigend, dass diese Unternehmen die Bedeutung von Mechanismen und Verfahren für online-basierte Identitätsfeststellung und online-basierte Authentifizierungsverfahren nun auch erkannt haben.

Dann kann es ja jetzt losgehen.

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